Datum: 19.Mai 2017

Start: Sportboothafen Viereth

Ende: Sportboothafen Obertheres

Distanz: 31,5 km !!

Fahrzeit: 8,5 h

Schleusen: 3, Viereth, Limbach, Knetzgau

Brücken: egal

Wetter: Hölle! Sturm!

Der Kurzurlaub in Viereth war spitze!

Habe mich im Hafen sehr wohlgefühlt und die Leute waren sehr sympathisch. Vor allem Erich… , ob wertvolle Tips oder lustige Gespräche bei einer halben Bier, es war super.

Ausserdem hält Erich bis jetzt den Rekord was die Anzahl der Verabschiedungen angeht, ich glaube wir haben uns vier mal die Hand geschüttelt 🙂

Ich finde diese Art von Häfen wirklich klasse. Man kommt an, schreibt sich selber in die Gästeliste ein, steckt das Geld in einen Umschlag, Dusche und Klo sind immer zugänglich, WLAN Schlüssel falls vorhanden frei zugänglich, Getränkeautomat oder gefüllte Kühlschränke, alles auf Vertrauensbasis und sehr unbürokratisch! Toll, dass es sowas noch so zahlreich gibt…

Nachdem die Elektonik wieder repariert wurde, geht’s endlich weiter…!

Erich als alter Schleuser hat mich gleich mal bei der Schleuse Viereth angemeldet und dann ging es tatsächlich weiter den Main hinunter…

Sturm zog auf!

Leider kam nach den vergangenen sommerlichen Tagen ein kleiner Wetterumschwung und es sollte eine ziemlich schwierige Etappe werden. Schon am frühen Nachmittag zog der Gegenwind immer mehr an; noch bei einigermassen blauem Himmel. Gegen später wurde es immer dunkler und grauer, und ein Sturm zog auf!

Die Böen waren teilweise so heftig, dass ich ohne Elektromotorunterstützung keine Chance gehabt hätte. Also bin ich immer ganz ganz ganz nah am Ufer mit kaum mehr wahrnehmbarer Geschwindigkeit vorangekommen. Ich war froh über jeden Meter den ich geschafft habe und immer bemüht, wenigstens etwas Fahrt im Katamaran zu haben, so dass ich weiter manövrierbar blieb.

Die vom Wind erzeugten Wellen haben sich in weissen Schaumkronen gebrochen! Wenn ich nicht aufgepasst habe und etwas schräg daherkam, hatte sich der Wind im Boot gefangen und mich versucht zu drehen, wirklich sehr anstrengend das ganze Unterfangen! Ohne Elektromotor hätte ich mich an den nächstbesten Baum binden und den Sturm aussitzen müssen!

Es wurde an diesem Tag zwar wieder spät und dunkel, aber ich habe es trotzdem noch gute 30km in den Zielhafen Obertheres geschafft!

Ich liebe meine Bootsbeleuchtung! 3W Power-LED!

Im Hafen angekommen, habe ich mich in die Gästeliste eingetragen und mein Quartier im Vereinsheim aufgeschlagen. Ebenfalls ein sehr schöner Hafen, wo Gäste sich wirklich willkommen fühlen…

Noch schnell etwas gekocht und dann bin ich über der Zeitung eingeschlafen.

Am nächsten Morgen habe ich beim Frühstück ein kleines Resumme der vergangen Sturm-Etappe in die Kamera gesprochen…