Datum: 23.Mai 2017

Start: Sportboothafen Wipfeld

Ende: Sportboothafen Mainstockheim, Motor-Yacht-Club Ansbach

Distanz: 26,14km

Fahrzeit: 6h

Brücken: Wurschtegal

Schleusen: Wipfeld, Gerlachshausen, Dettelbach

Wetter: Schöne Fahrt in der Abenddämmerung und laue Sommernachtsfahrt

 

Endlich den Absprung aus Wipfeld geschafft…!

 

Wieder mal diverse Verabschiedungsrunden später (zwei Tage länger als geplant 🙂 ) bin ich endlich zurück auf dem Wasser. Inzwischen ist es aber deutlich nach Mittag und um trotzdem noch ein gutes Stück zu packen, musste der Feierabend nach hinten verlegt werden…

Der Main lag ganz ruhig wie ein Teppich vor mir…

 

Bei Volkach gibt es einen kurzen Stich um eine Mainschleife abzukürzen, für Ruderboote verboten und ziemlich schmal. Es kam aber angenehmerweise keine Berufsschifffahrt vorbei und es wurde eine ruhige Passage.

 

Die zweite Schleuse des Tages in Gerlachshausen habe ich in der Dämmerung erreicht.

 

Aber noch 10km vor mir, d.h. ca zwei Stunden reine Fahrzeit ohne Schleusen…Doch mittlerweile ist ja tatsächlich der Frühsommer eingekehrt und um 21:30Uhr habe ich noch 22° gemessen!

Also was soll’s…

 

Pünktlich gegen 22:00 Uhr habe ich die letzte Schleuse Dettelbach für heute erreicht!

Wenn es später wird, fangen die Schleuser dann doch an zickig zu werden!

Sportboote sollten dann nichts mehr auf dem Wasser verloren haben…die Lektion kam dann auch prompt!

Kurz vor Schluss kam ein „Schaufensterschiff „ (Kreuzfahrtschiff) um die Kurve und ich bin soweit rechts gefahren wie möglich. Mein kleines Lichtlein ist ganz schön grell, Orientierung ist dann in der Hektik nicht ganz einfach. Bei Nacht sieht man erstmal nur die Frontbeleuchtung des Gegenverkehr und da der Kreuzer durch die Kurve driftete, sah es lange so aus, als würde er voll auf mich zuhalten! Habe mich irgendwann entscheiden müssen, ob ich mich weiter rechts halte oder doch noch wie ne hysterische asiatische Gans zum anderen Ufer kreuze… wurde dann auch noch relativ knapp, Motor noch auf Stufe 5 dazugeschaltet! Für diese Aktion hatte ich dann ständig den fetten seitlichen Suchscheinwerfer im Gesicht gehabt!

Ende in Sicht!

Gegen 23:30 Uhr nochmal den Km-Stand auf dem GPS-Tracker gecheckt und eine Punktlandung hingelegt, kurz in der Nacht umgeschaut und Hafeneinfahrt gesehen! Hatte Sebo am Telefon und hätte beinahe den Hafen verquatscht! Den Katamaran in der Box vertaut und das Zelt auf dem Grünstreifen daneben aufgeschlagen, noch schnell Nudeln mit Knoblauchöl gekocht und eingeschafen…