Datum: 12.Mai 2017

Start: Sportboothafen Berching

Ende: Roth Industriegebiet Hafen

Distanz: ca. 36,1 km

Fahrzeit: 9 1/2 h

Brücken: viele

Schleusen: 3, u.a. Hilpoltstein mit 24,7m Hub (höchste Schleuse Deutschlands)

Wetter: durchwachsen, teils üble Gewitter, aber meistens trocken, Gegenwind

 

 

 

Abfahrt Marina Berching

Nach einer entspannten Nacht in der Marina bei Berching ist nach dem Morgenkaffe bei Lisa und Ihrem Mann Abschied angesagt.

 

An diesem Tag sollte noch so einiges schiefgehen…

Handy versenkt!

Arrrgh!!!

Ohne Handy wurde es schwierig sich für morgen in Nürnberg mit Sebo zu verabreden, der Kontakt zu den Schleusern war dahin und die Mama zuhause wird nervös…

Es gibt drei Wege mit den Schleusen zu kommunizieren: Funk (habe ich leider nicht), Handy und über die Sportbootmeldestellen an den Schleusen. Also war ich auf die Mithilfe der Schleuser angewiesen, die mich stets an die nächste Schleuse weitermeldeten und sich auch sonst sehr flexibel und hilfsbereit zeigten 🙂

Bleibt spannend…

 

Der Tag ging dahin und gegen abend wollte ich im Hafen vom MYC Roth übernachten. Kurz vorm Ziel kam backbord nochmal eine Industriebrache…ein Frachter wurde gerade gelöscht. Als der Kranfahrer mich gesehen hat, stellte er sein Ungetüm ab, kippte sein Fenster nach vorne und interessierte sich für meine Reise. „WAS!? HOLLAND!?“

 

Ich glaube er hat danach zu einem 360° angesetzt…!

Verfranzt

Ein paar Kilometer später war ich mir irgendwann sicher, dass ich am Zielhafen vorbeigefahren sein musste! Wie kann das mit 5 km/h gehen? Kurz noch ein paar Radfahrer auf dem Damm gefragt ob Sie ortskundig wären, der Glückliche konnte mit dem Smartphone schnell den Hafen suchen und mir den Flusskilometerstand geben… und wieder drei Kilometer zurück zum Kranfahrer 🙂

(zur Entschädigung gab es einen schönen Regenbogen)

Leider hatte der Hafen keine Anliegemöglichkeit sondern nur ein verschlossenes Vereinsheim und eine wahnsinnig steile Sliprampe! Also habe ich am Fähranleger festgemacht, eigentlich ist unbemanntes Stilliegen im Kanal verboten, aber eigentlich auch egal solange nichts passiert!

Also Zelt aufgebaut, mich im Industriegebiet auf die Suche nach Wasser gemacht, rumänischen LKW-Fahrern beim Reifenwechsel geholfen, Schnaps gekriegt, aufgekocht und ziemlich schnell gepennt 🙂